Trauergedichte und Trauersprüche

Wenn ein geliebter Mensch aus den Kreisen seiner engsten Vertrauten scheidet, ist das ein Trauerereignis, bei welchem man gebührend Abschied vom Verstorbenen nehmen sollte. Begleitend zum Abschied gibt es Trauergedichte und Trauersprüche die man in eine Trauerkarte schreiben kann. Diese Trauergedichte und Trauersprüche sind Zeichen, mit denen man seine Trauergefühle für alle kund tun kann. Je nachdem wie nahe man der verstorbenen Person stand, sollten die Trauersprüche ausfallen.

Trauergedichte und Trauersprüche

Foto: Alipictures / www.pixelio.de


Hatte man eine wirklich enge Bindung zum Verstorbenen, ist es wichtig, ihm oder ihr mit netten Versen für alles zu danken, was er oder sie geleistet hat und das man im Gedanken immer bei ihm oder ihr ist. Für all diejenigen die noch ein passendes Trauergedicht suchen, gibt es hier eine Auswahl selbstverfasster, schöner Trauergedichte, die man in eine Trauerkarte als letzte Anerkennung an den Verstorbenen richten kann. Dabei sind alle veröffentlichten Trauertexte durch die gedicht-welt selbst verfasst und für den privaten Gebrauch kostenlos nutzbar.

Trauergedichte für die Trauerkarte

Das Schweigen kann man erst verstehen
wenn geliebte Menschen gehen
die einst belebt den Lebenskreis
und es wird um dich ganz leis.

Nichts lässt sich gedanklich greifen
muss wieder von vorne reifen
Zeit wird dir den Halt neu geben
sie trägt dein ehrenwertes Leben.

© Ute Nathow

Das Leben sprudelt wie ein Bach
quirlig spritzig und hellwach
mittig es so leise fließt
links und rechts es herrlich sprießt.

Erquickend sah er sich beseelt
stetes Fließen für sich gewählt
versiegt der Quell in Stille dann
jeder auf ihn zurück blicken kann.

© Ute Nathow

Dein Erlebtes ist dein höchstes Gut,
schöpfe aus dem Gewesenem Mut,
welches dich einst glücklich gemacht
und dich umgibt in der stillen Nacht.

Mein Beileid sei dir nahe gelegt,
mich dein Verlust sehr schmerzlich bewegt,
harrend sitz ich mit starren Blick,
und erinnere mich so gern auch zurück.

Die Stille sei eine erlaubte Zeit,
sie macht sich immer unpassend breit,
aber sie wird nicht gedeihen,
auch niemals dein Inneres zum Geliebten entzweien.

Schöpfe aus ihr nur das Durchatmen am Tag
sie auf diese Weise das Ihre sag,
als unliebsamster Gast auf Erden,
um heute mein Beileid Begleiter zu werden.

Herzliches Beileid

© Ute Nathow

Ein großer Redner bin ich nicht,
so neige ich zu dem Gedicht,
statt nur Bekundung darzubringen
meine Gedanken, die dem Herz entspringen.

Der Heimgang deine Seele quält,
sie jede Minute die Trauer zählt,
hofft auf Linderung in naher Zeit
wenn du zum Lächeln wieder bereit.

Sie ist eine unbekannte Macht,
sie immer über dein Wohlbefnden wacht,
wartet bis die Trauer weicht,
sie Wundersames in dir erreicht.

Sie gibt dir Kraft, wenn du bereit,
spürbar sie nach Heilung schreit,
wenn der Kopf nicht mehr schleppend schwer
brennen auch deine Augen nicht mehr.

© Ute Nathow

So mystisch wie das Leben entsteht,
es fortwährend durch Höhen und Tiefen geht,
heißt, es mit seinen Aufgaben zu führen
und niemanden frühzeitig verlieren.

Der Glaube an die Lebenszeit,
erstreckt sich auf dem Weg soweit,
tausend Bände seien nicht genug,
die hernein das Leben trug.

Dein Erlebtes sei dein höchstes Gut,
schöpfe aus dem Gewesenen Mut,
so wusstest du was ihn glücklich macht,
und auch worüber er gerne gelacht.

Sein Leben schuf Erinnerung,
ich zolle dir Bewunderung,
für dein Tun und deine Art,
mit Liebe hast du nie gespart.

Die Natur verwandelt das Lebenslicht,
wir kennen nur die Farbe nicht,
auch wenn ihr trauert an dem Grabe,
sie für jeden das Richtige habe.

In tiefer Trauer

© Ute Nathow

In des Lebens Auge blicke
auch wenn du irrst in einer Lücke,
weil Trauer deine Gedanken halten
und die Gefühle wie starr erkalten.

Das Auge wird dasjenige sein
welches sich am ehesten wird erfreun,
wenn sich das Sonnenlicht bemüht
und wieder alles grünt und blüht.

Die Natur wandelt ständig ihr Gesicht,
nur dessen Auge sieht man nicht.
Sie nimmt man an so wie sie ist,
dies man im Leben manchmal vergisst.

Vereine dich mit ihrer Gabe
auch wenn du trauerst an dem Grabe.
Sie gibt dir die Luft zum Atmen und auch das Licht,
sie verzagt im Leben nicht.

Sie gibt Alles ab was sie vermag,
in der Nacht und auch am Tag.
Schöpfe mit jeden Atemzug ihre Kraft,
das Leben dann wieder Leben schafft.

© Ute Nathow

Von nun an tritt dein Mütterlein eine Reise an,
bei welcher sie sich von den Qualen des Lebens erholen kann.
Es schwindet die Ferne, in der sie lange Zeit lebte,
und es gebührt ihr nach all den Strapazen friedlich zu ruhen.

Es wird sich Zufriedenheit um sie legen, und du wirst die Zeit der Ruhe verinnerlichen.
Du warst lange Zeit ihre helfende Hand in aufopfernder Fürsorge.
Ich wünsche euch von Herzen, dass in euren Seelen Erleichterung spürbar wird
und die letzten Erinnerungen das Gute in euch bergen und verweilen werden.

© Ute Nathow

Plötzlich hält die Leichtigkeit eures Lebens durch den Tod eurer geliebten Mutter für einen Moment inne.
Die Unfassbarkeit des Todes lässt kaum die Luft zum atmen, seufzend und schwer
wiegt sie in diesen Momenten der Ergriffenheit.

Das Gefühl, welches uns berührt wenn eine geliebte Mutter geht,
erfahren wir in diesem Moment.

Aber dieser Weg, den eure geliebte Mutter nun gegangen ist,
ist der einzigste, in der ihr keine Steine gelegt werden, sondern es ist der Weg in Gottes Arme.

Berührt und ergriffen nehmen wir Anteil.

© Ute Nathow

Wir glaubten, die Zeit wäre einfach länger, als sie uns zur Verfügung steht.
Starr und stumm verharren wir mit gesenktem Blick,
und wir wissen, jeder hat sein Bestes von dem gegeben,
was ihm mit auf den Weg mitgegeben wurde.

Sie kann es nicht mehr sehen. Aber ihr Leben war unser Leben.
So verneigen wir uns vor ihr und werden ihren vorgezeichneten Weg weiter gehen.
Wir erweisen ihr in Liebe die letzte Ehre, um sie einzubetten.

© Ute Nathow

Heute ist ein Tag gekommen an dem wir gemeinsam bekunden,
das uns unendliche Traurigkeit zusammengeführt hat, um mitzuteilen,
dass ein von uns geliebter Mensch aus unserer Mitte nicht mehr zu unserem Lebenskreis gehört.

© Ute Nathow

So wie sie/er in das Leben hinein geboren wurde,
hat sie/er ihr/sein Leben erinnerungsvoll gelebt und erlebt.
Sie/er hat uns Nahestehenden geprägt und uns das Gefühl vermittelt,
bleibende Erinnerungen von nun an in uns zu tragen
die unser Leben ewig begleiten werden.

Wir werden diese ehrend in unseren Herzen bewahren.

© Ute Nathow

Nun ist der Tag gekommen an dem wir vor der Schwelle stehen
an dessen Tür es keinen Griff mehr gibt, die uns eintreten lässt.
Auf der anderen Seite ist die Seele der geliebten Mutter heimgegangen
in das Reich des Friedens und der Stille.

Dazwischen ist der Raum unseres Trauerns und des Inne Haltens eines Augenblickes.
Wir verehrten und achteten unsere geliebte Eingeschlafene.

© Ute Nathow

Immer möchte man so treffend und liebevoll ausdrücken,
um welchen Menschen du trauerst und was er für uns bedeutet hat.
Das perfekte Wort gibt es nicht, um alle Gefühle in wenige Worte zu hüllen,
um wen das eigene Herz trauert.

Die Tränen die sich vor das Augenlicht legen
und Augenblicke der Traurigkeit bedürfen keiner Worte.

Unsere Mutter ist in Liebe gebettet an einem uns sehr fernen Ort.

© Ute Nathow

Am heutigen Tag überschattet ein letzter Abschied den hellen Tag.
Versunken im Schweigen, stumm und ergriffen haben wir gespürt,wie kalt der Raum wird, in dem wir uns befinden.
Nun sagt uns unser Herz, bring sie/ihn an den Ort wo die Seelen zu Hause sind, damit wir unsere Gesichter nicht mehr senken sondern erheben.

© Ute Nathow

Um unseren lieben Entschlafenen legte sich eine Hülle, die wir nicht mehr durchbrechen können.
Sie nennt sich Unendlichkeit der Seele, eingefangen und umschlossen, in den Armen Gottes.
Wir achteten ihr/sein Leben und ehren sie/ihn in unserem Leben. Wir verneigen uns ehrvoll.

© Ute Nathow

Gedicht zur Trauer um einen Hund

Er gesellt sich zu den guten Hirten
und wird im Himmel mit den Schafen flirten,
da hat er den ganzen Tag zu tun
und hat das Recht sich auszuruhn.

Weich liegt er und schlummert mit ihnen,
wird sich aller Wolken bedienen,
schnuppert die Luft aus eurem Schornstein
und wird darüber glücklich sein.

© Ute Nathow

Trauergedicht um einen Vierbeiner

Du hast ein Hündchen auf dem Schoß,
pflegst und spielst bis er ganz groß,
selbst seine komischen Manieren,
musst du lenken und trainieren.

So wächst er als dein Freund heran,
auf den man sich verlassen kann,
gibt Laut nach eigenem Ermessen,
ob hungrig oder spielversessen.

Diese Tage nimmt dir keiner,
wurde auch der Spieltrieb kleiner,
Streicheln ist nun angesagt
wenn das Hündchen wird betagt.

Gesegnet sei sein Hundealter,
belebend für dich als Hundehalter,
wenn der Abschied Raum einnimmt,
und alle sichtbar traurig sind.

Er hat alle Aufgaben gut erfüllt,
wenn er sich in Schweigen hüllt,
nimmt dich auf seine Reise mit,
wenn er geht den letzten Schritt.

© Ute Nathow

Gedicht zur Zuversicht

Wenn sich die Abenddämmerung zeigt
und der Tag sich langsam neigt,
versinke nicht in Kümmernis
in der Nacht bei Finsternis.

Fühle dich nicht hoffnungslos
oder gar gedankenlos,
begegne wieder neues Licht
welches dir nicht das Herz zerbricht.

Sehe das Farbspiel der Natur welches mit dir lebt.
Die Schöpfung darauf auch Anspruch erhebt.
Spüre wie der Wind die Blätter bewegt,
oder der Regen sich um die Knospen legt.

Jeden Tag ein Stück Zuversicht
verschafft dir wieder neues Licht.
Ergötze dich an einem Rosenspalier
und sei wieder glücklich mit dir.

Ein kleiner Trost von Herzen

© Ute Nathow